Girls'day 2013

Girls’Day & Boys’Day zeigt verstaubte Rollenbilder im Beruf

Heute heißt es in vielen Unternehmen wieder: Kinder an die Arbeit! Natürlich nicht zu echter Arbeit, sondern zum Schnuppern und über die Schulter schauen. Denn am Girls’&Boys’Day erhalten Jugendliche in Geschlechter unytpische Berufe Einblick: Jungs schauen etwa Kindergärtnerinnen zu und Mädels erfahren, was ein Mechatroniker oder IT-Fachmann so macht. Ganz klar wird dabei: auch heute herrschen in vielen Berufsfeldern noch eingestaubte Rollen-Klischees. Diese aufzubrechen ist das Ziel der Veranstalter und jeder von uns kann ein wenig dazu beitragen!



Girls'day 2013

Heute dürfen Mädchen wieder in Männer dominierte Berufe schnuppern – Girls’Day 2013.

Umdenken ist gefordert

Was macht man mit einem Mädchen in einer Autowerkstatt? Mechatronik ist wohl eines der eklatantesten Beispiele für rigide Geschlechtertrennung: nur rund 2,8 Prozent der Mechatroniker sind weiblich! Der Girls’Day will solche Zahlen seit mehr als 10 Jahren verändern: durch Hinein schnuppern in Unbekanntes soll bei Mädchen auch die Neugierde auf technische und naturwissenschaftliche Richtungen geweckt werden. Jungs hingegen haben erst seit 2011 die Chance einen Tag die Schulbank gegen Büromöbel zu tauschen und in klassische „Frauenjobs“ Einblick zu erhalten: soziale Berufe sind das vor allem.

Experten sehen es skeptisch

Was die einen als super Idee empfinden, um klassische Geschlechterbilder aufzubrechen, beurteilen manche Experten aber auch kritisch. So könnte die Folge so eines Schnupper-Tages auch sein, dass Mädchen Angst vor technischen Berufen bekämen, da sie befürchten müssten, alleine unter Männern zu sein. Viel wichtiger sei es da, dass Eltern und das Umfeld solche Bilder erst gar nicht mehr entstehen ließen. Mädchen müssten in der Schule mehr in den sogenannten MINT-Fächern gefördert werden. Problem bei den sozialen Berufen hingegen ist meist die schlechte Bezahlung, die kaum einen Jungen locken würde. Daneben schaffe die Politik nach wie vor zu viele falsche Anreize, die Frauen vom Beruf in die Hausfrauenrolle zögen. Kaum ein Wunder also, dass immer noch in vielen Berufen klare Geschlechtertrennung zu sehen ist.

(Quelle)



Bild: runzelkorn, shutterstock.com



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