Prostata Drainage bei einer Prostatitis

Eine Prostata Drainage bei einer Prostatitis



Eine Prostaitis ist eine Entzündung der männlichen Vorsteherdrüse hervorgerufen durch Bakterien.

Die Ursachen sind vielfältig und nicht eindeutig geklärt: Die Ärzte geben unter anderem folgende Möglichkeiten:

Lebensmittelallergie, Hefepilzbefall, Virusinfektion, gutartige Prostatavergrößerung oder eine nervöse Verspannung im Urogenitalbereich.



Nach der Gabe von einem Antibiotikum kann alles wieder gut sein oder es wird chronisch und man hat es öfters im Jahr.

Spätestens dann geht ein Mann auf die Suche und versucht sich selbst zu helfen und recherchiert.

Ein Therapiemöglichkeit ist die Massage der Prostata bzw. die Drainage der Prostata. Diese Massageform wird vom Mastdarm (Enddarm) durch den After durchgeführt.

Viele Urologen empfehlen Sex als Therapie. Man darf mit Prostataproblemen nicht enthaltsam sein. Durch Sex oder Selbstbefriedigung werden praktisch alle „Leitungen“ durchgespült. Der häufige Samenerguss bekämpft die ärgsten Probleme.

Noch besser ist aber die „Prostata-Drainage“. Dabei wird die Prostata leer-„gestrichen“ (mit mäßigen Druck), um den Inhalt, weitgehend herauszubefördern (Prinzip „Ölwechsel“)

Drainage kann von jedermann durchgeführt werden, man benötigt keinen Arzt. So kann das die Ehefrau/Lebensgefährte oder eine andere Person durchführen, solange die Person Einweghandschuhe und ein gutes Gleitmittel verwendet.

Männer mit langen Armen und dem nötigen Geschick können das sogar selbst erledigen.

Reicht nicht eine normale Ejakulation aus ?
Nein. Wenn die Acini einmal verschlossen sind, kann eine normale Ejakulation die Prostata ncht mehr genügend vom infizierten Material befreien. Wenn dem so wäre, würde es gar keine Prostatitis geben.

Vorbereitung
Eine heisse Dusche oder besser ein heisses Bad zum Entspannen, evtl. gefolgt von einer Ejakulation. Die Ejakulation spült die Flüssigkeit aus der Prostata. Das heisse Bad entspannt die Prostata und durch die Ejakulation wird zusätzlich Flüssigkeit erzeugt.

Wie oft sollte ich die Drainage durchführen?
Mindestens jeden zweiten Tag. Auch öfter denn es schadet eigentlich nicht.

Die Do-it-yourself-Prostata-Drainage
Dabei wird mit genug Gleitmittel der Zeigefinger in den Enddarm geführt und der Anus etwas gedehnt. Das geschieht am besten entspannt in der Seitenlage.

Der Finger ertastet nun die Prostata, ca 2-3 cm innerhalb des Enddarms. Durch die Entzündung ist die Drüse sicherlich angeschwollen und hat nicht mehr die Größe einer Walnuss, sondern kann größer sein.

Man sollte eine kleine Vertiefung in der Mitte fühlen. Hier nun ertastet man sich langsam links und rechts neben der Vertiefung und streicht mit leichtem Druck an der Prostata entlang. Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie sich keine Gedanken, zu fest zu drücken.

Wenn die ganze Prostata überhaupt nicht entzündet ist, wird sie sich eher schwammig anfühlen. Ist sie entzündet, ist sie stellenweise verhärtet. Die ganze Drainage-Anwendung dauerte nicht länger als nur eine Minute.

Hinterher sollte man sofort urinieren, um das herausgelöste infizierte Material ganz aus dem Körper auszuschwemmen. Denken Sie daran viel zu trinken.

Diese Massage kann zu Anfang sehr unangenehm sein, doch nach mehrmaligem Durchführen wird man routinierter und die Beschwerden können nach schon 4 Wochen verschwunden sein.

Bitte nehmen Sie für diese Drainage keinerlei Hilfsmittel wie Dildos oder harte Gegenstände. Nur Finger können die Prostata richtig ertasten.

Wenn diese Drainage/Massage zu schmerzhaft sein sollte, bitte nicht weitermachen sondern einen Arzt aufsuchen.

Lesen Sie mehr darüber: Therapeutische Prostatamassage oder Prostatamassage zur Erhaltung der männlichen Sexualität oder lesen Sie unsere Kurzanleitung für die Prostatamassage

Weblinks:



  • The Prostatitis Foundation
  • Prostatitis Homepage – Artikelsammlung
  • T-Online: Prostatitis: Fast jeder zweite Mann hat eine Prostata-Entzündung

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