Behandlung bei Prostatakrebs: Radioaktive Strahlen sollen Tumore und Krebszellen zerstören

Prostatakrebs-Therapie (5): Die Strahlentherapie

Behandlung bei Prostatakrebs: Radioaktive Strahlen sollen Tumore und Krebszellen zerstörenGrundsätzlich ist Radioaktivität für unseren Körper hoch giftig. Da diese jedoch auch gegen Tumore und Krebszellen hilfreich sein kann, kommt radioaktive Strahlung bei der Strahlentherapie gegen Prostatakrebs zum Einsatz. Unterschieden wird hierbei zwischen äußerer und innerer Bestrahlung. Die genaue Art der Bestrahlung hängt davon ab, wie weit sich der Krebs schon im Körper ausgebreitet hat. In manchen Fällen wird die Strahlentherapie in Verbindung mit anderen therapeutischen Maßnahmen gegen Prostatakrebs angewandt.




Im Anfangsstadion von Prostatakrebs kann die Strahlentherapie helfen

Bei der Bestrahlung von außen wird zunächst ein detailliertes und dreidimensionales Modell des Krebstumors am Computer erstellt. So soll gezielt geplant werden, an welchen Stellen die Strahlung eingesetzt wird – benachbarte Zellen und Organe sollen möglichst keine oder nur eine geringe Strahlendosis abbekommen. Die Strahlentherapie wird dann über einen mehrwöchigen Zeitraum, teilweise sogar über zwei bis drei Jahre, wiederholt. Erhöht sich die Dosis, sind jedoch auch größere Nebenwirkungen möglich.

Bei der Strahlentherapie können auch Nebenwirkungen auftreten



Die interne Bestrahlung kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn sich der Krebs noch in einem Anfangsstadium befindet. Wahlweise kommt die Bestrahlung von innen auch nach einer radikalen Operation zum Einsatz, bei der die Prostata vollständig entfernt wird. Hierzu wird eine Punktionsnadel unter Narkose in die Prostata eingeführt, die dann radioaktive Strahlen in die Krebszellen absondert, welche so zerstört werden sollen. Falls sich der Krebs schon in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, kann selbst mit der Strahlentherapie keine vollständige Heilung mehr garantiert werden – dafür können aber die Symptome etwas gelindert werden.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de



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