Schlank durch Intervallfasten?

Ein paar Kilos weniger auf den Rippen hätten wir wohl alle gerne, aber kaum eine Diät lässt sich langfristig durchhalten. Doch jetzt scheint es einen neuen Abnehm-Trend zu geben, der auch den stärksten Diät-Gegner überzeugen könnte. Die Rede ist von der 5:2-Diät, die in Großbritannien momentan die Massen begeistert. Aber hilft das Intervallfasten wirklich?



Intervallfasten: An zwei Tagen die Woche die Kalorienzufuhr reduzieren, an den restlichen Tagen schlemmen.

Intervallfasten: An zwei Tagen die Woche die Kalorienzufuhr reduzieren, an den restlichen Tagen schlemmen.

2 Tage fasten, 5 Tage normal essen

Das Prinzip der 5:2-Diät ist nicht wirklich neu. Jedoch erfährt das Intervallfasten aktuell einen großen Hype. Bekannt gemacht hat die Diät, bei der an zwei Tagen in der Woche gefastet werden muss, der  britische TV-Journalist und Arzt Michael Mosley. Sein Buch „The Fast Diet“ hat es 2013 sogar zum Amazon Bestseller geschafft. Laut „The Independent“ sollen bisher schon vier von zehn abnehmwilligen Briten das Intervallfasten ausprobiert haben. Der Clou der 5:2-Diät: An zwei Tagen in der Woche dürfen Männer nur 600 Kalorien zu sich nehmen (bei den Frauen sind es 500), dafür darf an den restlichen Tagen normal gegessen werden. Diese Art der Diät ist auch unter Ernährungswissenschaftlern bekannt. So empfiehlt Michelle Harvie, Ernährungsmedizinerin von der Universität Manchester, ebenfalls an zwei Tagen in der Woche nur 650 Kalorien zu konsumieren und an diesen Tagen auch keine Kohlenhydrate zu essen.

 

Fasten für den Stoffwechsel

Das kurze Fasten soll dazu führen, dass wir eine Diät besser durchhalten. Auch wird der Stoffwechsel, im Gegensatz zu einer Diät, bei der konstant die Kalorienzufuhr reduziert wird, auf Trapp gehalten. Die positiven Ergebnisse des Intervallfastens wurden ebenfalls in klinischen Studien von Michelle Harvie nachgewiesen. Wer noch effizienter abnehmen will, kann das Intervallfasten auch mit einer längeren Fastenkur starten, die jedoch immer professionell begleitet und überwacht werden sollte. Gute Angebote für den Fastenurlaub haben wir zum Beispiel bei Kur-und-Gesundheitsurlaub.de gefunden. Zu Hause können Sie danach den toughen Bruder der 5:2-Diät, das „alternate day fasting“ (ADF), ausprobieren. Bei dieser Fasten-Diät müssen Sie jeden zweiten Tag Ihre Kalorienzufuhr einschränken und dürfen nur 500 bis 600 Kalorien zu sich nehmen.

 

ADF: bis zu 15 Kilo weniger in zwei Monaten

Getestet wurde das ADF von der US-amerikanischen Ernährungsmedizinerin Krista Varady mit dem Ergebnis: Die Probanden nahmen fünf bis 15 Kilogramm in zwei Monaten ab. Doch das alternative Fasten bedarf Durchhaltevermögen, denn zehn Prozent der Probanden brachen die Diät in den ersten zehn Tagen ab. Dagegen ist die 5:2-Diät etwas schonender und trotzdem verliert man Gewicht. So berichtet Mosley in seinem Buch, dass er mit seiner Fasten-Diät in drei Monaten rund acht Kilo verloren hat und sich seine Blutfettwerte verbesserten. Das Intervallfasten ist demnach eine interessante Diät-Alternative für alle, die nicht langfristig die Kalorienzufuhr einschränken wollen und trotz Diät fünf Tage die Woche schlemmen möchten.



Bild: Maryna Pleshkun/shutterstock.com



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