Alternative zum Rauchen? | © panthermedia.net /Lev Dolgachov

Schnupftabak – Eine gesündere Alternative zum Rauchen?

Genüsslich eine Zigarette zu rauchen kann ab und zu schon recht entspannend wirken, wenn man einen stressigen Tag hinter sich hat. Gleichzeitig bleibt aber immer das Gesundheitsrisiko, welches mit dem Rauchen verbunden ist. Auf den Verpackungen von Zigaretten und anderen Tabakprodukten, die geraucht werden, wird ganz eindeutig vor den Risiken des Rauchens gewarnt. Doch wie steht es eigentlich mit anderen Tabakkonsumgütern wie dem ältesten, dem Schnupftabak? Bietet dieser eine Alternative zum Rauchen und ist vielleicht sogar risikoärmer als die Zigarette?

Schnupftabak und seine Wirkung

Im Grunde hat Schnupftabak eine ähnliche Wirkung wie eine Zigarette. Immerhin enthält auch Schnupftabak Nikotin, welches seine Wirkung beim Schnupfen – anders als beim Rauchen – über die Nasenschleimhaut entfaltet. Bereits die Inka und Azteken sollen Schnupftabak verwendet haben, was ihn zum ältesten Tabakkonsumgut macht. Heutzutage findet man zwar deutlich mehr Menschen, die Tabak rauchen, anstatt ihn zu schnupfen, aber dennoch gibt es viele Schnupftabak-Fans, die von Wirkung und Art und Weise des Tabakkonsums überzeugt sind. Um euch einen groben Überblick über das Thema Schnupftabak zu verschaffen und die Frage zu klären, ob Schnupfen tatsächlich gesünder ist als Rauchen, haben wir hier einige wichtige Infos für euch zusammengestellt.

Die Geschichte des Schnupftabaks

Schnupftabak | © panthermedia.net /Lisa Wahman

Schnupftabak | © panthermedia.net /Lisa Wahman

 

Schon lange bevor der Schnupftabak in Europa populär wurde, konsumierten Azteken und Inka das Produkt. Die Europäer übernahmen die Tradition des Schnupfens. Insbesondere in adeliger Gesellschaft war das Schnupfen von Tabak populär. Zunächst war Schnupftabak also eher ein Luxusgut, welches vor allem Adel und Klerus konsumierten. Spätestens ab dem 17. Jahrhundert wurde das Schnupfen auch im Volk immer beliebter. Immerhin war das Rauchen von Pfeifen und Co. zu diesem Zeitpunkt sehr verpönt und wurde zum Teil sogar verboten, da das Feuer, dass zum entzünden einer Pfeife genutzt wurde, immer wieder zu verheerenden Bränden führte. Entsprechend ging auch das einfache Volk zum Schnupftabak über.

Mit der Zeit wurde Schnupfen sogar zu einem richtigen Hype und war absolut in Mode. Erst um 1850 wurde der Schnupftabak langsam durch die Zigarette ersetzt. Man hatte nämlich entdeckt, dass sich der Tabak nicht nur in Form von Pfeifen rauchen ließ, sondern man die Tabakkrümel auch in altes Zeitungspapier einwickeln und auf diese Weise recht günstig rauchen konnte. Auf diese Weise schlich sich nach und nach eine Trendwende ein und immer weniger Menschen konsumierten Schnupftabak, obwohl sich die Tradition des Schnupfens in einigen Orten noch lange hielt. Auch heute noch gibt es zahlreiche Fans des Schnupftabaks, die von der rauchfreien Variante des Tabakkonsums absolut überzeugt sind.

Wie wird Schnupftabak konsumiert?

Es lassen sich verschiedene Schnupftabak-Sorten unterscheiden. Da wäre beispielsweise der „Snuff“, welcher oft aus hellen Tabaksorten (unter anderem aus den USA stammend) besteht. Der Tabak wird zu Mehl gemahlen und anschließend zwischen aromatischem Holz gelagert, um ihm eine ganz besondere Note zu verleihen. Zum Schluss kann dem Snuff dann noch das ein oder andere ätherische Öl hinzugefügt werden, um ein besonders angenehmes Frische-Gefühl zu erzeugen. Hierbei ist dann auch eine gewisse Variation möglich, was das Aroma des Schnupftabaks angeht. Darüber hinaus gibt es noch den sogenannten „Schmalzler“, der seinen Namen daher hat, dass ihm früher tatsächlich Schmalz beigemischt wurde, um ihn geschmeidig zu halten.

[easyazon_image align=“center“ height=“500″ identifier=“3891262493″ locale=“DE“ src=“http://antikoglopper.info/wp-content/uploads/2017/12/51afS2B2F6PL.jpg“ tag=“mensvita.de-21″ width=“344″]

-Anzeige-

Heute wird der Schmalz allerdings in der Regel eher durch Öle ersetzt. Grundsätzlich gilt: Schnupftabak sollte im besten Fall immer etwas feucht sein, denn so lässt er sich deutlich besser schnupfen und hinterlässt keine unangenehm trockene Nase. Ein wichtiger Aspekt, den ihr beim Konsum von Schnupftabak beachten solltet ist, dass der Tabak stets vorsichtig geschnupft werden sollte. Laut Schnupftabak-Experten entfaltet er so erst recht eine angenehme, erfrischende Wirkung und man nimmt das Aroma des Tabaks wahr.

Wer zu stark schnupft, muss damit rechnen, dass der Tabak nicht nur in der Nase bleibt, sondern gleich weiter in den Rachen rutscht, was sehr unangenehm sein kann. Seid also gerade beim ersten Schnupfen lieber etwas vorsichtig. Übrigens ist auch das Niesen nach dem Konsum von Schnupftabak völlig normal und kein „Anfängerfehler“ oder ähnliches. Schließlich reizt der Tabak die Nasenschleimhaut. Ihr solltet darauf achten, dass ihr stets Taschentücher dabei habt, wenn ihr Schnupftabak konsumiert, immerhin muss nach dem Konsum von Schnupftabak auch alles wieder aus der Nase heraus geschnupft werden. Dies ist nicht unbedingt der angenehmste Teil des Konsums, muss aber durchaus sein.

Schnupftabak vs. Zigaretten

Viele Raucher werden sich an dieser Stelle fragen, ob Schnupftabak genauso schädlich ist wie das Rauchen einer Zigarette oder ob Schnupfen vielleicht eine gesündere Alternative ist. Zunächst muss deutlich werden, dass Schnupfen ebenso wie Rauchen abhängig macht. Immerhin ist auch im Schnupftabak Nikotin enthalten, welches zwar auf der einen Seite die Wirkung des Tabaks auf den menschlichen Körper erzielt, auf der anderen Seite aber eben auch süchtig macht. Schnupftabak ist also keine gute Option, sich den Nikotinkonsum abzugewöhnen. Darüber hinaus ist auch Schnupftabak nicht absolut gesund. Darauf deuten die Hinweisschilder auf den Verpackungen von Schnupftabak hin.

Durch Schnupftabak wird zwar nicht die Lunge angegriffen und es bleiben auch keine Verbrennungsprodukte im Körper wie beim Rauchen. Dafür reizt Schnupftabak die Nasenschleimhaut. Bislang gibt es noch keine Studien, die Aufschlüsse darüber geben, ob der Konsum von Schnupftabak krebserregend ist. Fakt ist allerdings, dass auch Schnupftabak krebserregende Stoffe enthält, deren Wirkung beim Schnupfen allerdings nicht belegt ist. Zusammengefasst kann man also sagen, dass die Risiken, die durch das Schnupfen von Tabak hervorgerufen werden, geringer sind als beim Rauchen, gleichzeitig aber immer noch eine erhebliche Beeinträchtigung der Gesundheit möglich ist. Der große Vorteil am Schnupftabak ist natürlich, dass keine Verbrennungsprodukte entstehen, die auch Auswirkungen auf umstehende Personen und Kinder haben können.

Fazit zum Schnupftabak als mögliche Alternative zum Rauchen

Mit dem Rauchen aufhören | © panthermedia.net /stokkete

Mit dem Rauchen aufhören | © panthermedia.net /stokkete

 

Schnupftabak enthält genauso wie eine Zigarette Nikotin und hat daher ebenso eine spürbare Wirkung auf den menschlichen Körper. Doch ist der Schnupftabak nun wirklich eine Alternative zum Rauchen von Zigaretten? Insgesamt lässt sich feststellen, dass Schnupftabak vielleicht nicht dasselbe Risiko birgt, wie das Rauchen von Zigaretten, zumal keine Verbrennungsprodukte entstehen. Gleichzeitig bleibt allerdings ein Gesundheitsrisiko bestehen. Der Konsum von Schnupftabak ist also nicht komplett gesund und macht zudem abhängig. Allerdings ist der Konsum deutlich gesünder für eure Mitmenschen, da sie nicht vom Zigarettenqualm betroffen sind. Schnupfen ist also eine Alternative zum Rauchen, die möglicherweise etwas gesünder ist. Ob ihr euch nun dazu entscheidet, Schnupftabak einmal auszuprobieren oder lieber bei der gewohnten Zigarette zu bleiben, ist natürlich ganz euch überlassen.


Ihr wollt mehr über das Thema rauchfreien Tabakgenuss erfahren? Hier findet ihr einige interessante Infos zum schwedischen Kautabak.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.