Wenn Fische zum teuren Hobby werden

Angeblich soll es ja entspannen: der Blick auf ein Aquarium voll mit Fischen. Vielleicht ist das ein wenig wie der Spaziergang am Meer, nur quasi im Wohnzimmer: Naturerlebnisse sollen uns Menschen besondere Erholung verschaffen. Beim Aquarium kommt dann wohl noch das Gefühl hinzu, Schöpfer spielen zu können – ein eigenes Ökosystem zu erschaffen. Absoluter Spitzenreiter unter den Fischen sind dabei die Koi-Karpfen aus Japan. Lady Gaga hat sich aus therapeutischen Gründen unlängst 27 Prachtexemplare des schwimmenden Sashimis angeschafft 



Koi Karpfen

Aquarien sollen sich positiv auf unser Gemüt auswirken.

Gott spielen im Wohnzimmer

Der traurige Goldfisch im Kugelglas reicht wohl nicht aus, um unsere Psyche zu beruhigen. Da muss es schon das bunte Aquarium mit allerlei Lebensarten sein. Damit die Tiere allerdings langfristig überleben, muss sich der Besitzer tiefer in die ökologische Welt eines solchen Lebensraums einarbeiten. Welche Fische mögen sich und Salz- oder Süßwasser und welche Nährstoffe sind wichtig – nur drei der vielen Fragen. Aber auch die Bodenbeschaffenheit und Ausstattung des Aquariums haben einen Einfluss auf die Lebensqualität – mit all diesen Entscheidungen kann man also ein wenig Gott spielen. (Quelle)

Koi-Karpfen als die Königsdisziplin

Teurer als ein Auto können sie werden und echte Fans besitzen gleich mehrere von ihnen: Koi-Karpfen sind die absoluten Luxustiere. Nur die hübschen machen hier das Rennen, dann gehen sie allerdings für so ansehnliche Summen wie 260 000 Euro pro Fisch über den Tisch. Freilich gibt es edle Exemplare schon ab mehreren tausend Euro – Lady Gaga etwa gab für ihre 27 Exemplare „nur“ rund 46 000 Euro aus. Da wundert es dann auch nicht mehr, dass es in der Nähe von Hamburg mittlerweile auch einen Tierarzt gibt, der sich ganz auf die Behandlung der bunten Fische konzentriert hat. Im Krankheitsfall kann man mehrere tausend Euro ja nicht einfach die Toilette hinunter spülen – oder?

Bild: Glenn Young, shutterstock.com





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