Haarausfall beim Mann | © panthermedia.net /Goodluz

Toupet oder Perücke? – Ratschläge und Tipps rund um das Ersatzhaar

Männer sind genetisch gesehen häufiger von Haarausfall betroffen als Frauen: Während nur eine Minderheit aller Frauen von anlagebedingtem Haarausfall betroffen ist, treffen diese Symptome über zwei Drittel der Männer. Geheimratsecken und Halbglatzen sind dementsprechend bei einem Großteil des männlichen Geschlechts erblich begründet. Aber auch übermäßig viel Stress, zu wenig Schlaf oder eine mangelhafte Ernährung können zu Haarausfall führen.



Unabhängig von der jeweiligen Ursache ist Haarausfall für die meisten Betroffenen eine erhebliche Belastung. Nur die wenigsten Männer stehen zu ihrer Haararmut und entscheiden sich konkret dafür, eine Glatze zu tragen. Die Mehrheit der Betroffenen versucht dagegen verzweifelt, ihre übrig gebliebenen Haare passend zu drapieren und dabei die kahlen Stellen zu verdecken. Oftmals gelingen Versuche dieser Art allerdings weniger gut und wirken sich negativ auf das gesamte Erscheinungsbild aus.

Mithilfe von Toupets oder Perücken lässt sich dieses Problem beseitigen. Doch was ist der Unterschied zwischen den beiden Ersatzhaar-Varianten? Sollte man in Echthaar investieren oder genügt ein Haarteil aus synthetischen Fasern? Und wie zeichnet sich eine qualitativ hochwertige Perücke aus? Wir geben im Folgenden Antworten auf diese Fragen und klären auf, was es beim Kauf einer Männerperücke zu beachten gibt.

Unterschied zwischen Toupet und Perücke

Für jeden Mann, der sich aufgrund seines voranschreitenden Haarausfalls für einen Haarersatz entscheidet, stellt sich zuerst einmal die Frage: Toupet oder Perücke? Um diese Frage zu beantworten, sollte man die Unterschiede der beiden Haarteile hinsichtlich ihres Aussehens und ihrer Anwendung kennen.

Bei einem Toupet handelt es sich um ein Zweithaar für Männer, welches Geheimratsecken, eine Stirnglatze oder eine Halbglatze ersetzt. Anstatt den ganzen Kopf zu bedecken, füllen Toupets lediglich die bereits kahlen Stellen auf, weshalb sie auch als Halbperücken bezeichnet werden. Geläufige dagegen bedecken die gesamte Kopfhaut und sind daher für diejenigen Männer geeignet, die an mehreren Stellen an Haarausfall leiden.



Kunsthaar vs. Echthaar

Mann mit schwarzem Haar | © panthermedia.net /curaphotography

Mann mit schwarzem Haar | © panthermedia.net /curaphotography

 

Die Vielzahl an Toupets und Herrenperücken ist mittlerweile so groß, dass es als Laie schwerfällt, den Überblick zu behalten. Grundsätzlich kann man zwischen Kunsthaarperücken und Modellen aus Echthaar unterscheiden. Beide Varianten haben ihre jeweiligen Vorteile und werden in unterschiedlichen Anwendungsbereichen bevorzugt.

Perücken aus synthetischen Fasern sind zumeist günstiger in der Anschaffung und um einiges pflegeleichter als Echthaarperücken. Allerdings können sie weniger gut auf den Kopf des Trägers angepasst werden – hat man sich einmal für ein Modell entschieden, dann können weder Schnitt noch Farbe zukünftig verändert werden. Exemplare aus Echthaar dagegen sind in gewissem Maße variabel und somit wandlungsfähiger als Kunsthaarperücken. Sie zeichnen sich durch eine höhere Qualität aus und können auch beim Schwimmen oder Schlafen getragen werden. Zudem sorgen sie in der Regel für ein weitaus natürlicheres Erscheinungsbild, wodurch nur wenigen Außenstehenden auffällt, dass es sich um eine Perücke und nicht um Eigenhaar handelt. Diese Pluspunkte haben jedoch auch ihren Preis: Wer eine gute Echthaarperücke erwerben möchte, muss mitunter tief in die Tasche greifen.

Aus diesem Grund eignen sich die kostengünstigeren Perücken aus synthetischen Fasern in der Regel eher für kurzfristigen Haarausfall (zum Beispiel in Folge einer Krankheit), wohingegen Echthaarperücken aufgrund ihres Kaufpreises besser für den langfristigen Gebrauch zu verwenden sind. Hinsichtlich der Tatsache, dass man den Haarersatz Tag für Tag sichtbar auf dem Kopf trägt, lohnt es sich, in hochwertige Qualität zu investieren.

Merkmale guter Verarbeitung

Mann mit dunkelbraunem Haar | © panthermedia.net /Goodluz

Mann mit dunkelbraunem Haar | © panthermedia.net /Goodluz

 

Welchen Schnitt und welche Haarfarbe man wählt, bleibt jedem Mann selbst überlassen. Im Allgemeinen empfehlen Perückenmacher, sich am ursprünglichen Eigenhaar zu orientieren, damit die Umstellung nicht zu massiv ausfällt und Außenstehende keinen weitreichenden Unterschied erkennen. Schließlich ist es eher unpassend, wenn jemand mit für gewöhnlich schwarzen, glatten Haaren auf einmal mit einer blonden Lockenpracht daherkommt. Trotzdem gilt: Das eigene Bauchgefühl entscheidet und der Träger sollte sich mit seiner Perücke vollkommen wohlfühlen.

Neben dem Design der Perücke spielt selbstverständlich auch die Passform eine wichtige Rolle, denn nur eine richtig sitzende Perücke bringt dem Träger Freude. Haarteile, die rutschen oder an der Kopfhaut drücken, sind auf Dauer lästig und können sogar zu Kopfschmerzen führen. Aus diesem Grund sollte man einen vorschnellen Kauf vermeiden, mehrere Modelle ausprobieren und sich am Ende für das bequemste entscheiden. In Fachgeschäften lässt sich die Perücke anschließend perfekt an den eigenen Kopf anpassen. Wer eine ungewöhnliche Kopfform besitzt oder besonders hohe Ansprüche hat, der kann sich auch eine Perücke direkt nach Maß anfertigen lassen.

Nicht nur Frisur und Passform gilt es zu berücksichtigen, sondern auch die Art der Verarbeitung muss ausgewählt werden. Man unterscheidet zwischen genähten und geknüpften Perücken. Während genähte Perücken oftmals nur aus Tressen (das sind Bänder mit aufgenähten Haarsträhnen) bestehen und keinen Blick auf die Kopfhaut ermöglichen, werden geknüpfte Perücken im sogenannten Monofilament-Stil gefertigt. Dieser wirkt besonders natürlich und fällt sogar bei komplizierten Rückwärtsfrisuren nicht auf. Wer also auf ein schönes Erscheinungsbild setzt und dafür auch keine höheren Kosten scheut, der sollte sich für den hochwertigen Monofilament-Trend entscheiden.



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